Was sind Security Token

Security Token Teil 1-Was sind Security Token?

Security Token

Vor Kurzem machte das erste deutsche Security Token Offering Schlagzeilen in der Kryptowelt. Die Bitbond Finance GmbH* hat mit Genehmigung der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) den Verkauf von Security Token gestartet. Dieses Security Token Offering (STO) hat immerhin ein Volumen von € 100.000.000,-  (in Worten: einhundertmillionen ). Diese Summe lässt aufhorchen oder ?

Genau. Aus diesem Grund widme ich diesen Beitrag dem Security Token.

Security Token zusammengefasst

  • „Security Token“ oder auch „Security“ ist die englische Bezeichnung von Token (Kryptowährungen), die ähnliche Eigenschaften wie Wertpapiere haben.
  •  Security Token können ähnlich wie Aktien zu Anteilen an Sachwerten wie Firmen berechtigen. 
  • Inhaber von Security Token können an Dividendenausschüttungen beteiligt werden und auch Stimmrechte erhalten.
  • Security Token als Anlageklasse haben eine große Zukunft, weil Sie an reale Werte (Sachwerte) gebunden sind und dem Investor ein hohes Maß an Sicherheit und Transparenz bieten.

Was sind Security Token?

  • Security Token (auch Securities) repräsentieren die Sachwerte der realen Welt in der virtuellen Welt der  Kryptowährungen. Sie sind mit Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Anleihen vergleichbar.  Security Token regeln juristisch durchsetzbare Eigentumsverhältnisse und werden meist  mit Vergünstigungen wie Stimmrechten, Beteiligung am Realvermögen und Dividendenausschüttungen ausgestattet. Außerdem sind Security Token sehr leicht zu handeln und in Fiat-Geld zu tauschen.

Token werden von der Gesetzgebung her  in der Regel als Security Token betrachtet, wenn folgendes auf sie zutrifft:

  • Es handelt sich bei dem Token in erster Linie um eine Geldanlage / Investition.
  • Die Rendite des Tokens aus einer unternehmerischen Beteiligung heraus entsteht.
  • Die Gewinne daraus entstehen, daß andere mit dem zur Verfügung gestellten Kapital wirtschaften.

Nach diesen Kriterien kann man davon ausgehen, daß fast alle Kryptowährungen als Security Token einzustufen wären. Doch hat hier der Finanzdirektor der amerikanischen SEC, William Hinman, eine klares „NEIN“ bei Bitcoin und Ethereum gesagt. Bei Beiden Kryptowährungen handele es sich NICHT um Security Token. Bei allen anderen Kryptowährungen sei man noch dabei, deren Status zu prüfen. (Quelle: William Hinman, 14. Juni 2018 )

Was sind die regulatorischen Rahmenbedingungen für Security Token?

Das BaFin stuft Security Token in der Regel als Wertpapiere ein, so daß die Ausgabe der Token den Auflagen des Wertpapierhandelsgesetzes unterliegt. Mit dieser Einschätzung folgt das BaFin der Auffassung vieler Aufsichtsbehörden rund um den Globus. Weil die Securities als Finanzinstrumente recht strengen Regularien unterliegen, werden diese Token nicht ohne weiteres von jeder Börse gehandelt. Gerade im Bereich der Regulierung von Security Token wird es wohl noch einíge Zeit dauern, bis die Aufsichtsbehörden, ganz klare Rahmenbedingungen geschaffen haben. Der Erfolg der Neuen Wertpapiere, zu denen zukünftig jeder Zugang hat, wird im erheblichen Maße von der gesetzlichen Regulierung abhängig sein. Hier gilt wirklich : „Je eher, desto besser.“ Denn die Chance, die diese neue Anlagekasse weltweit mit sich bringt geht in den Multi-Milliarden Euro Bereich.

Security Token im Vergleich zu traditionellen Sachwerten

Im Vergleich zu traditionellen Sachwerten bieten Security Token grundsätzliche Vorteile:

  • Gesellschaftsanteile von Firmen können wesentlich einfacher gehandelt werden als es herkömmlich noch der Fall ist. Am Beispiel einer GmbH ist aktuell immer ein Notar einzuschalten, um Gesellschafteranteile zu veräußern. 
  • Auch Aktien in Form von Securities können zukünftig ohne Einschaltung eines Börsenmaklers über blockchainbasierte, dezentrale Börsen von Person zu Person übertragen werden. Die lückenlose und fälschungssichere Dokumentation ist durch die Blockchain-Technologie gewährleistet.
  • Kleine Unternehmen haben wegen eines erheblich geringeren Aufwandes die gleichen Chancen, wie große Aktiengesellschaften. Die Kapitalbeschaffung selbst für kleinste Unternehmen ist möglich. 
  • Kleinstanleger haben die Option darauf, in kleine Startups und auch den „Blumenladen um die Ecke“ zu investieren. Und das mit der Sicherheit einer Regulierung durch das Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen. Anders als beim Crowdfunding können die erworbenen Anteile über dezentrale Börsen jederzeit veräußert werden.

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