Security Token oder STO – Die Alternativen

Security Token oder STO – Die Alternativen

Finanzierung mit Private Equity oder Venture Capital

 

Wenn Sie gerade erst anfangen, sind es meist Sie selbst, Freunde oder die Familie und vielleicht sogar Business Angels, die zur Gründung Ihres Startups beitragen, das sich von einer Idee in ein Unternehmen verwandelt.

Daraufhin suchen Sie nach mehr “Saatgut” oder besser gesagt eine Wachstumsfinanzierung. In der Regel handelt es sich dabei um Risikokapital oder Risikokapitalfonds, die die Chance ihres nächsten großen Wagnisses nutzen möchten. Die Gewinnerwartungen dieser Kapitalgeber liegen normalerweise im Bereich von 20 bis 30% pro Jahr. Wenn sich ihre Idee zum Riesenerfolg entwickelt, schaffen es diese Investoren möglicherweise, einen 2-20fachen Return of Investment zu realisieren. Je nachdem, wie gut sich das Ergebnis beim Exit entwickelt hat. Das einsammeln von Risikokapital für eine Idee wird im allgemeinen als Erfolg betrachtet und gefeiert.

Es gibt jedoch einige Nachteile, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

Ein solcher Nachteil ist ein möglicher übergroßer Verlust von Eigenkapital. Ein Investor kann als Gegenleistung für sein Risikokapital zwischen 10% und 90% Ihrer Unternehmensanteile verlangen. Dies ist von der Vereinbarung abhängig, die mit dem Kapitalgeber getroffen wird. Es kommt vor,  daß sich sogar der gütigste Anleger als Geier entpuppt, der Ihr Unternehmen erbeutet. Es ist daher wichtig, bei der Aufnahme eines neuen Anteilseigners mit besonderen Anforderungen stets alle Vor- und Nachteile abzuwägen. Investoren investieren nicht in Projekte, sondern in Menschen. Bei der Entscheidung für einen Kapitalgeber sollten gerade auch Start-ups genauso vorgehen, bevor sie eine Finanzierung akzeptieren: Sie sollten langfristige Partnerschaften mit Menschen suchen und nicht nur das Geld. Dies kann gefährliche Risiken in sich haben.

Der andere Nachteil der Gewinnung von Risikokapital oder Private-Equity-Investoren ist die verringerte Kontrolle des Managements. Wenn eine seriöse Firma oder Einzelperson einen beträchtlichen Betrag an Finanzmitteln für ein Startup einbringt, ist dies in der Regel mit dem Erfordernis der Verwaltung und Ausgabenkontrolle verbunden. Es ist für jemanden verständlich, der allein für ein Versprechen viel Geld investiert, um die Art und Weise, wie das Geld ausgegeben wird, tatsächlich sehen und kontrollieren zu wollen. Die einfachste Möglichkeit, Kontrolle und Unternehmenseinblicke zu erlangen, besteht darin, einen Sitz in der Geschäftsführung oder im Aufsichtsrat der Gesellschaft zu fordern. Sobald ein kontrollierender Sitz in der Geschäftsführung vergeben wird, gehen damit ein verringerte Stimmrechte für das Top-Management einher. Es wird schwieriger, wichtige Entscheidungen zu treffen und Ausgaben zu tätigen, die über die in der Beteiligungsvereinbarung festgelegten Richtlinien hinausgehen. Jede größere Entscheidung wird in Frage gestellt und das nicht immer von den am schnellsten denkenden Leuten. Es kann sich natürlich als Segen oder als Fluch erweisen. Das gilt insbesondere für Startups, die keine Erfahrung oder deutliche Vorstellung haben. Normalerweise ist die Abgabe von Mitbestimmung ein Hindernis und kein Segen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Private-Equity- oder Venture-Capital-Investor für junge und unerfahrene Gründer sehr nützlich sein kann. Die Nachteile eines übergroßen Eigenkapitalverlusts und eines gewissen Kontrollverlusts können jedoch der Grund für die Suche nach anderen Optionen sein.

Darlehen

 

Eine weitere Möglichkeit, ein Unternehmen zu finanzieren, ist die Aufnahme eines Kredits oder die Ausgabe eines Wandeldarlehens gegen künftiges Eigenkapital. Wenn Sie ein etabliertes Unternehmen sind, können Sie kurzfristig andere Schuldtitel wie Mezzanine-Kapital hereinnehmen oder eine langfristige Finanzierung in Form von Schuldverschreibungen erhalten. 

Ein Darlehen wird von einem privaten oder einem institutionellen Investor wie einer Bank vergeben. Ein Darlehen wird jedoch im Idealfall gegen eine Sicherheit gegeben. Ein Darlehen ist grundsätzlich ein Kredit. Kredit ist jedoch etwas, das Sie zuerst verdienen müssen. Die Kreditaufnahme ist daher in der Regel Unternehmen vorbehalten, die bereits Einnahmequellen oder ein hohes Ertragspotenzial haben. Die Aufnahme eines Darlehens für ein Startup ist auch über den hohen Zinssatz hinaus riskant. Das größte Risiko trägt der Gründer mit der Rückzahlung. Als Gründer müssen Sie möglicherweise Ihr privates Eigentum verpfänden oder einen Bürgen finden, der zu Ihren Gunsten und in Ihrem Namen handelt, um die Anforderungen an die Sicherheiten zu erfüllen. Schuldtitel wie Unternehmensanleihen sind regulierte Wertpapiere und verursachen auch recht hoheEmissionskosten.

IPOs (Börsengänge)-Spielen diese überhaupt eine Rolle?

 

IPOs werden auch als Exit bezeichnet. Dies ist in der Regel die Exit-Strategie für frühe Eigenkapitalinvestoren und Risikokapitalgeber sowie Gründer. Der IPO-Weg ist jedoch für weitgehend ausgereifte Unternehmen mit soliden Einnahmequellen und nachweisbaren Erfolgen offen. Ein typisches IPO-fähiges Unternehmen muss seine Einzigartigkeit nicht nur in der Differenzierung seiner Geschäftsidee oder in einem soliden Management zeigen, sondern auch eine nachweisbare Erfolgsgeschichte in Bezug auf Rentabilität, Umsatzwachstum und eine beträchtliche Marktkapitalisierung für den Handel mit liquiden Märkten gewährleisten. 

Die Vorbereitung eines Börsengangs ist teuer. Traditionell sind umfangreiche rechtliche Anstrengungen erforderlich, um den Prospekt zu erstellen, der die Grundlage für die Genehmigung des Börsengangs ist. Außerdem muß man die richtige Investmentbank finden, die den Börsengang zunächst unterstützt. 
Der Hauptnachteil eines Börsenganges ist der Aufwand und die Zeit, die das Unternehmen aufwänden muss, um alle gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, die in den einzelnen Ländern vorgeschrieben sind. Es gibt zwar ein paar Möglichkeiten, diesen Kraftakt zu verkürzen, aber dies ist recht schwierig.

Wenn Ihr Unternehmen durch seine Angebot eine Wiedererkennbarkeit und soziale Anziehungskraft erlangt hat, müssen Sie möglicherweise nicht einmal den teuren IPO-Weg einschlagen. Denn dieser IPO könnte das Unternehmen von EUR 2 Mio. bis EUR 10 Mio. für die Vorbereitung und Bezahlung aller Gebühren für einen Börsengang kosten.

Obwohl die Gesetze zur Ausgabe von Wertpapieren grundsätzlich klar formuliert sind, wird mit der Erstnotierung eines Unternehmens durch die Finanzindustrie eine gewisse Umgestaltung des Prozesses vorgenommen. 

Das Fazit lautet: Jede der oben diskutierten Alternativen ist ablenkend, zeitaufwändig, irrelevant oder außerordentlich teuer.

Angenommen, sie führen ein kleines Unternehmen oder sie sind gerade damit beschäftigt, ein Unternehmen mit einer großartigen Geschäftsidee zu gründen.

In beiden Fällen sehen ihre Chancen gut aus, daß ihre sie ihre Idee nicht mit eigenen Mitteln finanzieren können. Es mag auch sein, daß sie schon sehr viel Zeit und ihr gesamtes Kapital investiert haben, um zumindest einen Prototypen ihres bahnbrechenden Produktes präsentieren zu können. Ihnen fehlt nun aber der notwendige “Treibstoff” , um ihr Produkt in Serie zu fertigen und zu vermarkten.

Oder noch besser: Ihr Produkt hat sich bereits am Markt bewährt. Sie benötigen jedoch zusätzliche Mittel, um ihr noch kleines Unternehmen auf die nächste Stufe anzuheben.

 

 Jedes Unternehmen braucht Finanzmittel, um wachsen zu können. Bis zum Break Even Point. Und selbst wenn dieser erreicht ist, benötigen Unternehmen, um die nächsten Expansionsebenen zu erreichen, weitere Liquidität, um zu wachsen und sich entwickeln zu können. Aus einer Umfrage zu den Gründen, warum Neugründer in 9/10 Fällen zum Scheitern verurteilt sind, ergibt sich, dass einer der Hauptgründe für das Scheitern von Start-ups der Mangel an Kapital ist.

 

     Was sind die Optionen? Ohne Zuschüsse und Subventionen gibt es normalerweise zwei Möglichkeiten, Ihr Unternehmen zu finanzieren. Über die traditionellen Kapitalmärkte stehen Finanzmittel weitgehend in Form von Fremdkapital oder Eigenkapital zur Verfügung. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die derzeit üblichen Finanzierungsmöglichkeiten, die den Unternehmen zur Verfügung stehen. Vom traditionellen Private Equity oder der Verschuldung zum weniger klassischen Crowdfunding.

Die jüngste Alternative, die Tokenisierung, ist der nächste Schritt in der Weiterentwicklung der Kapitalmärkte.

Dieser Beitrag ist Teil 2 einer 5 teiligen Reihe.

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